OGV PLOCHINGEN
Gartenarbeiten im Herbst
Gartenexperte Volker Kugel…
…erklärt in SWR4 am 7. September 2023, welche Gartenarbeiten im Herbst anfallen.
Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen, aber auch der Zierlauch und viele andere Pflanzen vermehren sich über Zwiebeln. Diese sollten idealerweise von Anfang September an bis Mitte Oktober in den Boden, damit sie vor dem Winter noch genügend Wurzeln bilden können.
Worauf beim Einkaufen von Zwiebeln für den Garten achten?
Die Zwiebeln – egal ob sie ganz klein sind wie beim Blaustern oder riesig wie beim Zierlauch – sollten sich fest und prall anfühlen. Fühlen sie sich weich oder gar trocken an, lassen Sie diese lieber liegen.
Wenn Sie die Zwiebeln eingekauft haben, bringen Sie diese möglichst zügig in die Erde. Für ein paar Tage kann man sie kühl, dunkel und trocken zwischenlagern. Aber nicht zu lange warten!
Bei den Tulpenzwiebeln sollten Sie darauf achten, dass kein blauer Schimmel auf den Zwiebeln haftet. Denn diese Schadpilze können dazu führen, dass im Frühjahr keine Blüten gebildet werden.
Was ist der richtige Standort für die Zwiebeln im Garten?
Die meisten der Zwiebel-Frühlingsblüher mögen einen sonnigen Standort und einen lockeren Boden möglichst ohne Staunässe. Wenn der Boden sehr lehmig und eher undurchlässig ist, sollten Sie am Grund des Pflanzloches eine etwa fünf Zentimeter hohe Drainage aus Sand einbringen.
Der Pflanzabstand bei größeren Zwiebeln sollte etwa bei zehn Zentimetern liegen, bei den ganz kleinen Zwiebeln bei drei bis fünf Zentimetern.
Wie pflanzen Sie Blumenzwiebeln richtig?
Für die Pflanztiefe der Zwiebeln gibt es eine klare Faustregel: Kleine Zwiebeln der Schneeglöckchen oder Traubenhyazinthen werden so tief gepflanzt, dass sie mit der doppelten Höhe der Zwiebel mit Erde bedeckt sind.
Wenn das Zwiebelchen etwa einen Zentimeter groß ist, wird es mit etwa zwei Zentimetern lockerer Erde bedeckt. Bei Trockenheit muss gut angegossen werden.
Größere Zwiebeln der Tulpen, Narzissen und Hyazinthen werden entsprechend höher mit Erde bedeckt. Da darf es dann mal das Zweieinhalb- bis Dreifache der Zwiebelgröße sein.
Wenn im Garten Wühlmäuse sind, pflanzt man die Zwiebeln in einem Drahtgitter aus. Blumenzwiebeln sind die Leibspeise der Wühlmäuse.

In diesem Drahtgitter werden die Zwiebeln in den Boden ausgebracht und mit Erde bedeckt.
Das Gitter kann oben offen bleiben, weil Wühlmäuse nur von unten nagen.

Probieren Sie doch mal, Frühblüher auszuwildern – also so zu pflanzen, dass sie mit der Zeit stabile natürliche Bestände bilden und jedes Jahr aufs Neue wiederkommen.
Das klappt ganz gut mit Arten, die im Mischwald zuhause sind – wie Anemonen, Blaustern oder Winterlingen.


Diese kleinen Zwiebelchen, bzw. Wurzelstöcke, pflanzen Sie in Gruppen von 15 bis 20 Stück vor Sträuchern, die das Laub abwerfen – wie Felsenbirnen, Hartriegel oder Schneeball.
So können sehr früh im Jahr, noch vor dem Laubaustrieb der Sträucher, herrliche Blütenteppiche entstehen, bevor später dann die Sträucher den Frühblühern das Licht streitig machen.