OGV PLOCHINGEN
Erhalt alter Sorten
Der Erhalt alter Sorten ist uns ein großes Anliegen
Mit der Tomatenpflanzen-Tauschbörse haben wir sozusagen „im Kleinen“ damit begonnen und wollen dies Jahr für Jahr fortführen.
Die Erhaltung alter Pflanzensorten ist aus mehreren Gründen wichtig:
Genetische Vielfalt
Alte Sorten tragen eine enorme genetische Bandbreite in sich, die über Jahrtausende durch natürliche Selektion und Züchtung entstanden ist. Diese genetische Vielfalt ist unersetzlich – einmal verlorene Gene sind für immer weg. Sie bildet das Reservoir, aus dem zukünftige Züchtungen schöpfen können.
Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel
Viele alte Sorten haben sich über Jahrhunderte an spezifische regionale Bedingungen angepasst – Trockenheit, Kälte, arme Böden. Diese Eigenschaften werden angesichts des Klimawandels zunehmend wertvoll, wenn moderne Hochleistungssorten unter neuen Bedingungen versagen.
Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten
Monokultur-Hochleistungssorten sind oft genetisch sehr einheitlich und daher anfällig für neue Krankheiten oder Schädlinge. Alte Sorten verfügen häufig über Resistenzen, die in modernen Züchtungen nicht mehr vorhanden sind – wie das Beispiel der Bananenkrankheit Panama-Krankheit eindrücklich zeigt.
Ernährungssicherheit
Eine breite Sortenvielfalt schützt vor dem totalen Ernteausfall. Wenn eine Sorte ausfällt, können andere einspringen. Das ist die biologische Absicherung gegen Hungersnöte.
Geschmack und Nährstoffe
Alte Sorten besitzen oft eine weit größere Geschmacksvielfalt und höhere Nährstoffdichte als für den Massenmarkt optimierte Sorten, die vor allem auf Ertrag, Haltbarkeit und Transportfähigkeit gezüchtet wurden.
Kulturelles Erbe
Alte Pflanzensorten sind lebendiges Kulturerbe – sie erzählen von der Geschichte der Landwirtschaft, regionalen Identitäten und dem Wissen vergangener Generationen. Dieses immaterielle Wissen geht mit den Sorten verloren.
Das Grundproblem
Seit der industriellen Landwirtschaft sind bereits etwa 75 % der genetischen Pflanzenvielfalt verloren gegangen. Saatgutbanken wie die Svalbard Global Seed Vault oder Initiativen wie Pro Specie Rara versuchen, diesem Verlust entgegenzuwirken – aber nur lebend angebaute Sorten passen sich weiter an und entwickeln sich fort.
Kurz gesagt: Alte Sorten sind keine nostalgische Kuriosität, sondern eine biologische Lebensversicherung für die Menschheit.
2026
Die Tomatenpflanzentauschbörse findet dieses Jahr am 10. Mai 2026
im Vereinsgarten statt.
Wieder als Gemeinschaftsaktion mit dem OGV Altbach.
>>> Auch Chili, Peperoni und Paprika dürfen getauscht werden. <<<

2025
Die Tomatenpflanzen-Tauschbörse findet dieses Jahr am 10. Mai im Vereinsgarten statt.
Du bringst deine selbst gezogenen Pflänzchen mit und nimmst im Gegenzug andere Sorten mit nach Hause (muss aber nicht zwingend sein!).
Gefragt sind natürlich vorzugsweise alte Sorten, damit dieses genetische Material nicht verloren geht.
>>> Auch Chili, Peperoni und Paprika dürfen getauscht werden. <<<

2024





