VEREINSGARTEN

Fauna & Flora im Vereinsgarten

März 2026

© H. Wiegmann

Stockentenpaar…

…im OGV-Gartenteich: Er, im herrlichen Prachkleid, Sie, super toll getarnt. Man muss zweimal hinschauen, um sie zu erkennen.

Täglich besuchen sie uns und genießen die Ruhe im Vereinsgarten.

Frühjahr 2026

Ornithologie im Vereinsgarten

Die Winterfütterung ist eine der schönsten Möglichkeiten, heimischen Vögeln in der kalten Jahreszeit zu helfen – und gleichzeitig die Natur hautnah zu erleben.

Die richtige Futterstelle
• Erhöht und katzen- sowie mardersicher aufstellen
• Überdacht, damit das Futter trocken bleibt
• Regelmäßig reinigen, um Krankheitsübertragungen zu verhindern
• Mehrere kleine Stationen vermeiden Gedränge und damit Stress

Welche Vögel kommen?
In unserem Vereinsgarten sind besonders häufig zu beobachten: Kohlmeise, Blaumeise, Buchfink, Haussperling, Rotkehlchen, Amsel, Kleiber, Kernbeißer, Rabenkrähe und Buntspecht. Später dann Zilp-Zalp, Rotschwänzchen, Mönchsgrasmücke, Gartenbaumläufer…

Das richtige Futter
Je nach Vogelart sind unterschiedliche Futtermittel geeignet:
• Körner & Samen (Sonnenblumenkerne, Hirse, Hanf) – für Meisen, Finken, Spatzen
• Weichfutter (Rosinen, Äpfelstücke, Haferflocken) – für Amseln, Rotkehlchen, Drosseln
• Fettfutter (Meisenknödel, Fettkuchen) – liefert viel Energie bei Kälte
• Erdnüsse (ungesalzen, ungepökelt) – beliebt bei vielen Arten
Ungeeignet sind gesalzene, gewürzte oder verdorbene Speisen sowie Brot in größeren Mengen.

Naturnahe Alternativen
Im Übrigen versuchen wir, alle unsere Stauden, Beeren­sträucher (Holunder, Vogelbeere, Weißdorn) samt Samenstände über den Winter stehen zu lassen – das ist oft wertvoller als jede Futterstelle (Bilder von H. Wiegmann).

Galerie:

Der Kleiber – ein seltener Gast

Bild von sharkolot auf Pixabay

Der Kleiber ist der einzige europäische Vogel, der kopfüber an Baumstämmen herabläuft – ein einzigartiges Kunststück unter heimischen Vögeln.

Im Gegensatz zu Spechten und Baumläufern, die sich mit dem Schwanz abstützen, hält sich der Kleiber allein mit seinen kräftigen Zehen und langen, gebogenen Krallen fest.

Kopfüber – wozu?
Laufend nach unten erschließt er sich Rindenritzen und Spalten, die andere Vögel von unten schlicht übersehen. So findet er Insekten, Larven und eingeklemmte Samen, die anderen verborgen bleiben – eine clevere ökologische Nische.

Der Name verrät viel
„Kleiber“ leitet sich vom Verb kleiben (= kleben) ab – er klebt förmlich am Stamm. Bekannt ist er auch dafür, sein Bruthöhleneinloch mit Lehm zu verputzen und so auf die exakte Größe zuzumauern.
Ein wirklich faszinierender Gast an der Futterstelle, auf Obstbaumwiesen und im Wald! 🌲

Im Jahr 2025

Gartenbaumläufer am Nistkasten.

Neuer Untermieter…

…auf dem OGV-Gelände. Wir freuen uns sehr: Ein Gartenbaumläufer hat eines unserer Vogelhäuschen als Nistplatz auserkoren! 🎉
Zwischen Beeten, Bäumen und Kinderlachen hat sich dieser kleine, flinke Vogel seinen Platz bei uns gesucht – und wir könnten stolzer kaum sein.

Ein paar spannende Fakten über den Gartenbaumläufer:

Er ist ein echter Kletterkünstler! Mit seinem gebogenen Schnabel und den kräftigen Krallen läuft er spiralförmig an Baumstämmen hoch, immer auf der Suche nach Insekten in der Rinde.

Der Gartenbaumläufer ist eher unscheinbar gefärbt, aber genau das hilft ihm, sich perfekt zu tarnen – ein Meister der leisen Töne.
Seine Nester baut er gern hinter loser Rinde oder in engen Spalten. Dass er bei uns ein Häuschen gewählt hat, ist also ein kleines Kompliment. 🏡🐤

Sein Gesang ist zart und fein – wer genau hinhört, kann sein leises Zwitschern entdecken.
Wir beobachten ihn nun mit viel Respekt und freuen uns über die Vielfalt und das Leben, das unser Gelände immer wieder hervorbringt. 💚🌿
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Blaumeisen nehmen die aufgehängten Nistkästen gerne an.
Ab und zu schaut der Turmfalke vorbei.
Bergmolch, beim Teichreinigen entdeckt.
Warten auf die neue Eidechsenburg.
Et voilà… fertig!
Bergmolch Männchen
Es wuselt richtig…

Artenvielfalt hautnah – der Bergmolch in unserem OGV-Teich

Manchmal muss man gar nicht weit reisen, um echte Naturwunder zu entdecken – bei uns im Teich lebt der Bergmolch!
Ein stiller Bewohner, der zeigt, wie wertvoll naturnahe Gärten und Biotope für unsere heimische Artenvielfalt sind. Was macht den Bergmolch so besonders?

Er gehört zu den Amphibien und fühlt sich besonders wohl in klaren, sauberen Gewässern – ein echter Qualitätsnachweis für unseren Teich!

Während der Paarungszeit tragen die Männchen einen prächtigen orange-blauen Bauch – ein echter Hingucker unter Wasser. Außerhalb der Laichzeit leben sie meist versteckt an Land, unter Steinen oder im Laub.

Bergmolche sind geschützt – sie zu beherbergen ist ein Geschenk und eine Verantwortung zugleich.

Wir freuen uns riesig, dass sich diese faszinierenden Tiere bei uns wohlfühlen – und nehmen das als Ansporn, unsere Flächen weiterhin so naturnah und vielfältig wie möglich zu gestalten.

Im März…

…sieht man vor allem die männlichen Haselblüten („Würstchen“) und erst beim genauen Hinschauen auch die unscheinbaren weiblichen Blüten mit ihren roten Narben.

Die „Würstchen“ enthalten den Blütenstaub, der dann nachher die weiblichen Blüten bestäuben soll. Allerdings werden die weiblichen Blüten ausschließlich vom Blütenstaub anderer Haselnussbäume bestäubt.

Die Hasel ist einhäusig, zweigeschlechtlich und wird vom Wind bestäubt.

Männliche Blütenstände mit gelben Staubbeuteln.

Palmkätzchen…

…werden deshalb so genannt, weil die weichen, flaumigen männlichen Blütenstände der Salweide (Salix caprea) an kleine Kätzchen erinnern.

Weidenzweige werden traditionell am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, in der christlichen Kirche geweiht, was den Namen „Palmkätzchen“ erklärt.

Wie fast alle Weidenarten ist auch die Salweide zweihäusig getrenntgeschlechtig, das heißt, dass an einem Baum entweder nur weibliche oder ausschließlich männliche Blüten gebildet werden.

Die Blüten werden von Bienen und Hummeln bestäubt.

Männliche Blütenstände mit gelben Staubbeuteln.
A: männl. Blüten, B: weibl. Blüten. Quelle: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885
Weibliche Blüten

Stockenten…

…fühlen sich in unserem Teich sichtlich wohl!

Frühlingsboten

Bergenie
Frühjahr 2025: Taubenschwänzchen, hat offenbar als fertiger Schmetterling in unserer Gegend überwintert.
Bärlauch
Die üblichen Frühblüher.
Bergmolch im Gartenteich

Das Insektenhotel wartet auf seine Gäste

Und schon sind die ersten Hummeln da.

Nur ein bescheidener Auszug aus unserer buntenVogelwelt

Allerlei

Ginkgo
Biene und Borretsch
Holzbiene
Glycinie oder Blauregen, stark duftend.

Graureiher helfen bei der Bekämpfung der Wühlmäuse

Das 2019 neu angelegte Staudenbeet war unser ganzer Stolz. Doch schon ein Jahr später fiel uns auf, dass einige der schönen Stauden nicht mehr da waren. Was war passiert?
Wühlmäuse hatten die Wurzeln angefressen und einige der Stauden gingen ein.
Neben der klassischen Mäusebekämpfung mit Fallen etc. beobachtete unser Fachwart H. Wiegmann, wie auch Graureiher sich an der Mäusebekämpfung beteiligten.