2015 Eifel und Trier

 

Am 14.Juni startete eine erwartungsvolle Reisegruppe des OGV in einem modernen Reisebus in Richtung Eifel. Unterwegs gab es im Rasthof „Pfälzer Weinstraße“ das traditionelle Sektfrühstück.

Erstes Reiseziel war Trier, die älteste Stadt Deutschlands. Bei einer Stadtrundfahrt mit unserem Bus erklärte uns eine Reiseführerin die historische Bedeutung der Stadt: Trier zählte zu den größten Metropolen des Römischen Reiches, in der Spätantike wurde sie Residenz der Kaiser im westlichen Teil des römischen Reiches. Bei einem Halt auf der Anhöhe Petersberg hatten wir einen schönen Blick auf die Stadt und konnten die Monumente der Antike wie z.B. Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Barbarathermen usw. sowie den Trierer Dom und die Liebfrauenkirche – allesamt UNESCO Welterbestätten –von oben erkennen.
In einer gemütlichen Gartenwirtschaft haben wir das Mittagessen eingenommen. Anschließend war noch Zeit für einen Stadtspaziergang oder für einen Kaffee bis zur Weiterfahrt zu unserem Hotel in Meerfeld. Mit Zimmerbezug, Abendessen und meist noch mit einem Spaziergang zum Meerfelder Maar klang der Anreisetag aus.

2.Tag
Mit unserem Reiseführer Achim K. ging es auf Eifeltour. Während der Fahrt erläuterte er uns die geologische Entstehung der Vulkan-Eifel. Diese Landschaft entstand  vor 44 Mio. bis 10900 Jahren. Durch heiße Zonen im oberen Erdmantel in 50 bis 60 km Tiefe kam es zu explosionsartigen Vulkanausbrüchen. Die Explosionskammern brachen danach wieder ein. Wenn sich die Trichter in der Folge mit Wasser gefüllt haben, entstanden Seen, die man Maare nennt. Von 70 Eifelvulkanen sind heute noch 10 mit Wasser gefüllt, die restlichen sind bereits verlandet. Die Maare .nennt man auch die „ Augen der Eifel“. Von oben her erweckt die Landschaft den Eindruck als hätten gigantische Maulwürfe vor langer Zeit Hügel aufgeworfen, die sich im Laufe der Zeit mit Wiesen und Wäldern bedeckten.
 
Ein besonderes Erlebnis am Vormittag war die Führung samt Besichtigung der Glockengießerei Mark in Brockscheid. Sie ist eine der 4 Glockengießereien in Deutschland und wird als Familienbetrieb in der 6. Generation geführt.
Auf unserer Tour kamen wir auch an der Lavabombe bei Strohn vorbei. Diese entstand durch mehrmaliges Hochschleudern von Lava. Hierbei bildete sich eine Kugel, an der sich Basalt und Schlacke schichtweise anlagerten. Die Kugel kühlte  am Kraterrand ab und blieb liegen. Sie hat ein Gewicht von 120 t. Beim Pulvermaar
 in Schalkenmehren legten wir unsere Mittagsrast ein. Nachmittags ging es zu den drei Dauner Maaren und nach Daun. Eine weitere Attraktion war der (kalte)Eifelgeysir in Wallenborn: Unterirdisch austretendes Kohlendioxid führt in einem unterirdischen Wasserreservoir zu einem Überdruck, der sich in ca. halbstündigem Zeitabstand in Form einer zischenden Wasserfontäne entlädt. Man konnte bei diesem Vorgang auch einen Schwefelgeruch wahrnehmen, der darauf hindeutet, dass im Untergrund noch vulkanische Aktivitäten vorhanden sind.

Den Abschluss der Tour bildete der Windsborn-Kratersee. Dies ist der einzige ständig mit Wasser gefüllte Kratersee der Eifel und nördlich der Alpen. Nach der Rückkehr von der Besteigung des Kraterrandes mit herrlichem Blick zum See gab es eine „alkoholische Stärkung“, die von einem Reiseteilnehmer gespendet wurde. Zusammen mit lustigen Witzen des Reiseführers und von Reiseteilnehmern entstand eine gute Stimmung bei der kurzweiligen Rückfahrt zum Hotel.                      

3.Tag
Bei der Fahrt zum Nürburgring war wieder unser Reiseführer Achim dabei. Unterwegs erzählte er die Geschichte der Rennstrecke. Bei der Fahrt um den Ringbereich konnte man viele der Einrichtungen sehen, die zur Rennstrecke gehören.
Weiter ging es ins Ahrtal. Bei der ältesten Winzergenossenschaft Deutschlands Mayschoß-Altenahr fand eine Kellerbesichtigung mit kleiner Weinprobe statt. In Ahrweiler spazierten wir durch die schöne Altstadt und machten dort auch die Mittagspause. Der nächste Programmpunkt war die Benediktinerabtei Maria Laach am Laacher See. Die Abteikirche (Basilika) im romanischen Baustil ist wohl das berühmteste Bauwerk der Eifel. Im Kloster leben heute noch ca. 50 Mönche. Die klostereigene Gärtnerei weist in gedrängter Form das Angebot einer kleinen Gartenschau auf. Zum Klosterbetrieb gehören auch eine Kunsthandwerk-Ausstellung, eine Bücherei und weitere Einrichtungen.
Zurück im Hotel ließen wir nach dem Abendessen und mit meist einem kurzen Spaziergang den Tag in gemütlicher Runde an der Hotelbar ausklingen.

 4.Tag

Am Rückreisetag fuhren wir zunächst nach Boppard am Rhein. Wir gingen an Bord der „Goethe“ der KD Schifffahrtgesellschaft zur Loreley-Tour. Die Rheinstrecke bis zu unserem Zielort Bacharach zählt zum UNESCO Weltkulturerbe Mittelrhein. Die Schifffahrt führte vorbei an vielen Burgen und Fachwerkstädtchen und an der sagenumwobenen Loreley. In Bacharach bestand noch Zeit für eine Besichtigung des über 1000 Jahre alten Fachwerk- Städtchens mit Stadtbefestigung und noch 16 erhaltenen Wachtürmen.
Im Raum Weinsberg haben wir in einem Landgasthof eine letzte Rast gemacht und den Ausflug bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen lassen. Es waren schöne und erlebnisreiche Tage, bei denen auch der Wettergott mit durchweg trockenem Wetter bei angenehmen Temperaturen gut mitspielte.

Vor der Ankunft in Plochingen bedankte sich der Reiseleiter beim Fahrer Ludwig M. für die sichere Fahrweise und gute Betreuung während des Ausflugs.
G. Lutz dankte unserem Reiseleiter Volker Busch und seiner Frau Anne für die gewohnt perfekte Planung und Durchführung des Ausflugs, der bei den Reiseteilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird.

         G. L.